Cuxhaven:Was verbirgt die Landesregierung beim Fischsterben?

Landesregierung liefert immernoch keine Ergebnissen zur Untersuchung der toten Fische aus der Elbmündung. Die Grünen fordern schnelles und unabhängiges Handeln sowie Transparenz.

Vor rund einem Monat wurden in der Elbmündung unzählige tote Fische angespült. Die Grüne Landtagsabgeordnete Eva Viehoff hatte zur Aufklärung eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Die Todesursache konnte laut vorliegender Antwort des Umweltministeriums mit den bisherigen Tests noch nicht geklärt werden. Mehrere Untersuchungen wie eine Röntgenuntersuchung durch die Tiermedizinische Hochschule Hannover stehen allerdings noch aus. Der Bund verneint laut Landesregierung in einer ersten Erklärung einen Zusammenhang zwischen Baggerarbeiten im Zuge der Elbvertiefung und dem Fischsterben.

Dazu sagt die Landtagsabgeordnete Eva Viehoff aus Loxstedt:

„Das gesamte Verhalten von Landesregierung und LAVES ist unerklärlich und nicht nachvollziehbar. So wurde zumindest das Angebot der Amtshilfe aus dem Landkreis Cuxhaven von den zuständigen Landesstellen abgelehnt. Auch auf unsere Anfrage gibt es nur unbefriedigende Antworten. So ist es z.B. unklar, warum das LAVES nur die angespülten Heringe untersucht und die zahlreichen anderen toten Fische und Meeressäuger einfach ignoriert hat. Wenn dann noch die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft die Verantwortung hin und herschieben ist das ein Skandal. Dieses Kompetenzgerangel muss ein Ende haben. Es ist der Sache überhaupt nicht dienlich.

Wir fordern die Landesregierung auf, sich nicht vom Bund beeinflussen zu lassen und endlich zu unabhängigen Untersuchungen und Ergebnissen zu kommen. Die Menschen in der Region haben ein berechtigtes öffentliches Interesse, die Gründe für das Massensterben von Meerestieren zu erfahren. Daher sind die noch ausstehenden Untersuchungen an der Tiermedizinischen Hochschule Hannover nun schnellstens durchzuführen. Zum Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer, für die Existenz der Fischerei in Elbe und deutscher Bucht und für den regionalen Tourismus muss es endlich eine transparente Untersuchung und Veröffentlichung der Ergebnisse geben. Bis zur endgültigen Klärung müssen die Baggerarbeiten in der Elbe unterbleiben!“

Zurück zum Pressearchiv