Landkreis Cuxhaven Verschmutzung der Nordsee-Strände stoppen und Küstengemeinden unterstützen

Leider viel zu häufig zu beobachten: Angespülter Müll und Schmutz an norddeutschen Stränden. © pixabay

Immer wieder werden an der Nordseeküste Klumpen aus dem Meer angespült, die die Strände verschmutzen. Die Reinigung der Strände verursacht für die betroffenen Kommunen erheblichen Aufwand und Kosten, auch für die Entsorgung des gesammelten Materials. "Das wollen wir ändern", so Eva Viehoff, grüne Landtagsabgeordnete aus Loxstedt. Deswegen hat die Grüne Landtagsfraktion einen Antrag in den Landtag eingebracht.

Bei den angespülten stinkenden, braunen Klumpen handelt es sich um Pflanzenfette. Diese sind zwar ungiftig, die Strandreinigung ist für die Kommunen aber trotzdem eine Belastung. Ursache für die Verschmutzung von Meer und Küste ist, dass Tanker ihre Laderäume auf See reinigen. Und das obwohl eine ordnungsgemäße Reinigung und Entsorgung in den Häfen kostenlos möglich ist.

"Außerhalb der 12-Seemeilenzone ist die Einleitung von Paraffin und Pflanzenfetten nach wie vor erlaubt. Und diese Tatsache nutzen Reedereien aus und missbrauchen das Meer als Müllkippe, um Liegegebühren im Hafen und Zeitverluste bei der Beladung zu vermeiden", kritisiert Viehoff.

Rechtlich ist der Verursacher verpflichtet, die Kosten der Strandverschmutzung zu tragen. "Das ist leider nur Theorie, denn: In Niedersachsen gelang es bislang in keinem einzigen Fall, einen Verursacher zu identifizieren und ihm die Kosten in Rechnung zu stellen", so Viehoff. "Es ist viel zu lange nichts passiert. Wir Grüne fordern die Landesregierung jetzt auf, die Küstenkommunen von den Kosten der Strandreinigungen durch angespülte Klumpen zu entlasten. Wenn der Bund die Kosten nicht übernimmt, muss das Land einspringen." Weiter soll sich die Landesregierung mit Nachdruck für ein generelles Einleitverbot im Meer für Paraffin und Pflanzenfette einsetzen.

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