Statement zur Gildebrauerei Tarifverträge besonders in schwierigen Zeiten wichtig

Zur Absage der Gilde-Geschäftsführung zum Friedensangebot der Gewerkschaft NGG sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Eva Viehoff:

„Die Geschäftsführung der Gilde-Brauerei ist scheinbar weiterhin überhaupt nicht bereit auf die berechtigten Interessen ihrer Beschäftigten einzugehen. Wie kann man nur so ignorant gegen seine eigene Belegschaft arbeiten und die große Solidarität der Hannoveraner Gesellschaft ignorieren?

Gerade in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise zeigt sich, welche Bedeutung Tarifverträge haben; denn die Tarifpartnerschaft schafft Vertrauen zwischen Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen. Dies entlastet Beschäftigte wie Unternehmen gleichermaßen.

Vor diesem Hintergrund ist es mehr als unverständlich, dass die Geschäftsführung der Gilde Brauerei nach nur einem Gespräch die Verhandlungen um einen Tarifvertrag erneut abgebrochen hat. Die Gewerkschaften haben bereits so viel guten Willen gezeigt, nun muss endlich auch etwas von Seiten des Unternehmens kommen. Wir sind solidarisch mit den Beschäftigten der Gilde-Brauerei in Hannover und fordern die Geschäftsführung zum wiederholten Male auf, endlich auf die Gewerkschaften im Tarifstreit zuzugehen und ernstzunehmende Verhandlungen aufzunehmen.“

Hintergrund:

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte Anfang März sämtliche Streiks bei der Gilde Brauerei in Hannover vorübergehend beendet, um wieder in Gespräche mit der Geschäftsführung eintreten zu können, ohne dass sie von aktuellen Arbeitskampfmaßnahmen überlagert würden. Zwar fand der Gesprächstermin zwischen den beiden Konfliktparteien am gestrigen Donnerstag statt, aber der Tarifstreit konnte nicht befriedet werden. Die Gilde-Geschäftsführung lehnte laut NGG das Friedensangebot ab und ging in keinster Weise auf die Interessen der Arbeitnehmerseite ein.

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