Landkreis Osterholz Schießstand Waakhausen beschäftigt den Landtag

Bereits seit Monaten erregt der Schießstand in Waakhausen die Gemüter. Betreiber und Gegner der Anlage streiten über die Umweltbelastungen. Nun haben sich auch die Grünen im Landtag in die Diskussion eingeschaltet. Die grüne Landtagsabgeordnete Eva Viehoff fragte mit einer kleinen Anfrage zur schriftlichen Beantwortung beim Umweltministerium nach, wie das Land die Situation einschätzt. „Das Niedersächsische Umweltministerium bestätigt, dass die Schießanlage durch die Abschwemmung von Munitionsrückständen Auswirkungen auf die angrenzenden Wassergräben hat. Daher muss der Landkreis erneut prüfen, ob eine wasserrechtliche Genehmigung für den Betrieb erforderlich ist und ob diese erteilt werden kann“, so Viehoff. „Die einschlägige Rechtslage besagt zudem, dass Freiluft-Schießanlagen so zu betreiben sind, dass schädliche Umwelteinwirkungen ausgeschlossen und Abfälle sicher beseitigt werden. Werden diese Umweltanforderungen nicht erfüllt, kann der Landkreis nachträgliche Anordnungen treffen und bei Nichterfüllung den Schießstand schließen.“

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Osterholz, Dörte Gedat fügt hinzu : „Betreiber und Eigentümer der Anlage müssen nun schleunigst dafür sorgen, dass die Anordnungen erfüllt werden. Es kann nicht sein, dass sie sich aus der Verantwortung ziehen und am Ende der Steuerzahler wieder einmal herhalten muss. Insbesondere die Jäger als anerkannter Naturschutzverband müssen sich fragen lassen, wie sie sehenden Auges diese Umweltbelastungen herbeigeführt haben und immer noch weiter auf diesem Platz mit Blei schießen.“

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