Landkreis Osterholz MdL Eva Viehoff unterstützt die Resolution des Osterholzer Kreistages gegen die Suche nach Erdgasvorkommen in der Region

Darum geht’s

Am Donnerstag, den 6. Dezember, verabschiedete der Osterholzer Kreistag eine Resolution, mit der die Suche nach Erdgasvorkommen im Kreisgebiet vorerst verhindert werden soll. Der Landkreis fordert die Landesregierung u.a. auf, sich für eine Änderung des Bundesberggesetzes einzusetzen.

 

Das sagt MdL Eva Viehoff, für den Landkreis Osterholz regional zuständige grüne Landtagsabgeordnete:

„Ich unterstütze die Resolution im Kreistag, die den Bedenken der Bürger endlich Rechnung trägt. Die Menschen vor Ort setzen damit ein starkes Zeichen, die Risiken der Erdgasförderung nicht weiter mitzutragen und diese im Ansatz zu stoppen. Die bereits in der Region entstandenen Schäden sind bestürzend und weitere Gefährdungen für die Umwelt und die Gesundheit von Menschen müssen unter allen Umständen vermieden werden.“

„Es muss Schluss sein mit dem weiteren Ausbau des fossilen Energieträgers Erdgas. Für die bereits genehmigten Förderstandorte brauchen wir Rahmenbedingungen durch die Menschen und Umwelt geschützt werden. Eine Änderung des Bundesbergrechts ist längst überfällig, um den Ländern dort Handlungsmöglichkeiten zu geben.“

 

Zum Hintergrund

Die Deutsche Erdöl AG (Dea) plante im Frühjahr 2019 in den Landkreisen Diepholz, Verden, Osterholz und Rotenburg nach weiteren Erdgas-Vorkommen zu suchen. Für die Seismikmessungen bringen schwere Messfahrzeuge den Boden kurzzeitig in Schwingung, um Rückschlüsse auf mögliche Erdgas-Vorkommen zu ziehen.

 

In den letzten Jahren kam es in der Region immer wieder zu Erdbeben, die auf die Erdgasförderung zurückzuführen sind. Durch das bisher schwerste Beben im Landkreis Verden in 2016 sind Schäden an etlichen privaten sowie kommunalen Gebäuden entstanden.

 

Außerdem kam es im Landkreis Rotenburg in den letzten Jahren zu einer ungewöhnlichen Häufung an Krebsfällen. Die Bevölkerung sieht einen Zusammenhang zwischen den Krankheitsfällen und der Erdgasförderung. 2017 wurden zwei Studien in Auftrag gegeben, um die Vorfälle aufzuklären, die Ergebnisse hierzu stehen noch aus.

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