Jahrestagung der Heimvolkshochschulen in Osterholz Lebenslanges Lernen und Weiterbildung Thema in Niedersachsen

© Niedersächsischer Landesverband der Heimvolkshochschulen e.V.

Osterholz-Scharmbeck/Gütersloh.

Rund 23 Heimvolkshochschulen gibt es in ganz Niedersachsen. In diesen Bildungszentren, Bildungsstätten, Seminarhäusern oder Akademien werden für Jung und Alt Kurse zu Politik und Gesellschaft angeboten sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für Beruf und die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Gestern kamen Vertreterinnen und Vertreter der Heimvolkshochschulen im Land für ihre Jahrestagung in der Bildungsstätte Bredbeck zusammen. Haupthema war das Verhältnis zwischen Heimvolkshochschulen und ihren Gästen. Eine landesweite Umfrage ergab 2013, dass viele Kursteilnehmer immer wiederkommen. In Kleingruppen berichteten die Tagungsteilnehmer von ihren Bildungsgeschichten, darunter auch die regionale Landtagsabgeordnete Eva Viehoff (Bündnis 90/Die Grünen): „Gerade heute ist lebenslanges Lernen so wichtig. Auch ich habe immer wieder Angebote der Heimvolkshochschulen zur Weiterbildung genutzt. So erinnere ich mich an ein Familienseminar zum Thema Islam. Diese intensive Beschäftigung mit dieser Religion nutze ich heute noch in meiner politischen Arbeit. “ Heute ist Viehoff religiongspolitische Sprecherin der Grünen im niedersächsischen Landtag.

 

Wie wichtig das Thema Weiterbildung nicht nur für jeden Einzelnen ist, sondern für ganz Niedersachsen ist, zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmannstiftung. Demnach sind die staatlichen Ausgaben für Lebenslanges Lernen von 1995 bis 2015 um mehr als 43 Prozent gesunken. Die deutschen Unternehmen haben bundesweit hingegen 25 Prozent mehr Geld für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten ausgegeben. Die Gewerkschaften und die Unternehmerverbände in Niedersachsen fordern im Lichte dieser Zahlen mehr Engagement von der Politik. Dies sieht auch Viehoff so und unterstützt daher die Forderung ihrer Parteikollegen auf Bundesebene nach einem Rechtsanspruch auf Weiterbildung. „Digitalisierung, Fachkräftemangel und der internale Wettbewerb sind Herausforderungen, die wir nur mit Weiterbildung und Qualifizierung erfolgreich meistern können. Außerdem ist es für den Staat langfristig nicht nur sinnvoller, sondern auch günstiger in die Fortbildung von Geringsqualifizierten und Arbeitslosen zu investieren als die dauerhafte Auszahlung von Transferleistungen wie Arbeitslosengeld und Hartz 4.“ In der Bildungstätte Bredbeck waren sich alle einig, dass die Heimvolkhochschulen weiterhin ihren Anteil dafür leisten werden.

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