Unterwegs im Landkreis Osterholz Landtagsabgeordnete informiert sich über Tourismus und Kultur rund um Worpswede

Dr. Hans-Gerhard Kulp von der Biologischen Station Osterholz zeigt der Landtagsabgeordneten Eva Viehoff (Bündnis 90/Die Grünen) während der Moorführung die Kraniche auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen ums Teufelsmoor. © Malte Matzen

Zwei Tage lang reiste die Landtagsabgeordnete Eva Viehoff (Bündnis 90/Die Grünen) durch die Region, um sich über die Kulturangebote in Worpswede und die Möglichkeiten des nachhaltigen Tourismus in der Region zu informieren. Neben der Besichtigung der zahlreichen Kunstmuseen in Worpswede nahm die Landtagsabgeordnete zusammen mit dem Grünen Stammtisch an Führungen durch das Teufelsmoor und die Künstlerkolonie teil. „Das Moor hat die Arbeit der Künstlerkolonie geprägt und die Künstler haben das Moor geprägt. Diese Einheit gilt es zu erhalten. Nur wenn die Region Naturschutz, Kultur und Tourismus als Einheit erkennt, kann der raue Charme der Region rund um Worpswede erhalten bleiben“, lautet der Apell der Landtagsabgeordneten Eva Viehoff.

Worpswede verbindet in einzigartiger Weise Kunst, Kultur und Naturerleben. Die Besonderheit der Lage Worpswedes hat dazu geführt, dass die Künstlerkolonie vor 130 Jahren entstand. Kunst, sowohl der ersten Maler wie auch aktuelle Kunst, Natur und Landschaftserleben standen und stehen im Mittelpunkt des Interesses der zahlreichen Besucherinnen und Besucher des kleinen Künstlerortes.

Wie es mit dem Tourismus und der Ortsentwicklung weitergehen kann, diskutierten am Montagabend Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure der Kulturszene und der Tourismusbranche mit der Sprecherin für Kultur und Tourismus der Grünen-Landtagsfraktion. Dabei standen Themen der verkehrlichen Anbindung wie die innerörtliche Verkehrsberuhigung oder die Reaktivierung der Bahnstrecke, sowie die Weiterentwicklung der Künstlerkolonie im Vordergrund. Die Anwesenden machten deutlich, dass sie das Gefühl haben, „das Juwel Worpswede wird in Hannover zu wenig gesehen.“ Außerdem war der Wunsch nach mehr gestalterischem Einfluss auf die Ortsentwicklung groß. Dieser ist jedoch in der Bedarfszuweisungsgemeinde Worpswede schwierig. Für den Erhalt einer lebendigen Künstlerkolonie braucht es auch neue Impulse und daher wünschte man sich mehr Stipendien für die Künstlerhäuser und Ateliers. Doch da bleibt die Frage der Finanzierung offen.

„Ich nehme ein gefülltes Aufgabenheft mit nach Hannover,“ sagte Viehoff, die sich im Landtag dafür einsetzen möchte, dass es gelingt mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten nach Worpswede zu holen.  „Die Bereisung hat mir deutlich gezeigt wieviel Engagement und Herzblut vor Ort vorhanden ist. Damit sich dies weiter entwickeln kann, muss Politik gestalten wollen, wenn es beispielsweise um die Frage des Ortsbildes und den Verkehr geht,“ führt Viehoff weiter aus und ergänzt: „Tourismus, Kunst und Kultur sind für Worpswede harte Wirtschaftsfaktoren und eben nicht nur ‚nice to have‘.“ Dabei weiß Viehoff auch, dass es in der Frage von Kultur im ländlichen Raum und deren Unterstützung auch in Hannover noch deutlichen Handlungsbedarf gibt. Sie fordert sich daher deutlich mehr Engagement von Seiten der Landesregierung.

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