Statement Kündigungen bei der GILDE Brauerei: Grüne solidarisieren sich mit Beschäftigten

Der Tarifkonflikt bei der Gilde-Brauerei in Hannover geht leider in eine weitere Runde. Wie am Mittwoch (10. Juni) bekannt wurde, hat die Geschäftsführung vier von 19 Beschäftigten der Hannoverschen Abfüllgesellschaft mbH (HAG), der Dosenabfüllung der hannoverschen Traditionsbrauerei Gilde, fristlos gekündigt. Ein Betroffener gehört dem am 20.05.2020 gewählten Betriebsrat an. Die vier gekündigten Beschäftigten sollen nun nach Willen der Geschäftsleitung durch Leiharbeitskräfte ersetzt werden.

Eva Viehoff, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion:

Es ist unverschämt und dreist, wie die Geschäftsführung der Gilde-Brauerei mit seinen Mitarbeiter*innen umgeht. Allerorten wird aktuell versucht, Arbeitsplätze zu erhalten, bei der Gilde-Brauerei aber wird fristlos gekündigt und durch billigere Leiharbeiter ersetzt. Unsere Solidarität gilt weiterhin uneingeschränkt den Beschäftigten der Gilde-Brauerei! Die Belegschaft hatte aufgrund der Corona-Pandemie im Tarifstreit eine Streikpause eingelegt. Jetzt versucht die Geschäftsleitung, schnell Tatsachen zu schaffen. Das ist unredlich! Es erfüllt mich mit Sorge, wenn hier erneut im Tarifstreit von der Geschäftsführung mit unlauteren Mitteln agiert wird und Mitbestimmungsrechte und Arbeitsrecht ignoriert werden. Wir können nur hoffen, dass die Arbeitsgerichte die Kündigungen schnell zurücknehmen. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten, die zurecht für einen Hannoveraner Traditions-Betrieb- der Gilde-Brauerei und Mitbestimmung streiten!

Hintergrund

Bereits vor der Corona-Krise eskalierte mehrfach der Tarifstreit bei der Gilde-Brauerei trotz mehrerer Gespräche. Bisheriger unrühmlicher Höhepunkt waren die Aufspaltung des Betriebs in vier Einzelbetriebe. Unter dem Motto „Ohne Tarif GILDEt’s nicht!“ setzen sich die Betriebsräte und die Gewerkschaft NGG für die Rechte der Beschäftigten ein.

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