Kreisvorständetreffen Grüne diskutieren über Kulturförderung und Integration im ländlichen Raum

Vertreter*innen der Grünen Kreisvorstände und die Landtagsabgeordnete Eva Viehoff tagten im Theaterwerk in Hagen-Albstedt (Landkreis Cuxaven).

Am Samstag haben sich die Kreisvorstände der Grünen aus Cuxhaven, Osterholz, Stade und Rotenburg mit der für diese Landkreise zuständigen Landtagsabgeordneten Eva Viehoff zur Klausur im Theaterwerk in Hagen-Albstedt (Landkreis Cuxhaven) getroffen. Dabei standen zwei wichtige Themen im Fokus, die sowohl die Politik in Hannover als auch die Menschen in den Kommunen vor Ort bewegen: Migration und Kulturförderung im ländlichen Raum.

Junge Menschen ziehen vermehrt in die Großstädte und nicht mehr in Dörfer oder ruhige Kleinstädte. Dies führt auch oftmals dazu, dass die logistische und soziale Infrastruktur auf dem Land zurückgefahren wird. Als Sprecherin für Kultur der Grünen im Landtag Niedersachsen weiß Eva Viehoff jedoch, wie wichtig kulturelle Angebote in der Fläche sind: „Kulturelle Angebote im ländlichen Raum dürfen nicht nur aus Netflix und Co bestehen. Die Landesregierung kann den Schwerpunkt ihrer Kulturförderpolitik daher nicht nur auf die Staatstheater und -museen in den großen Städten richten, sondern muss gerade die vielen engagierten, zumeist ehrenamtlich betriebenen Kulturgruppen in der Fläche unterstützen.“ Das Theaterwerk in Hagen-Albstedt ist einer dieser Kulturanbieter im ländlichen Raum. Denn neben dem Seminarhaus ist es vor allem ein theaterpädagogisches Zentrum für Kinder und Jugendliche. Bislang finanziert sich das Theaterwerk wie viele kleine Kultureinrichtungen fast ausschließlich aus Projektfördermitteln.

Beim Thema Integration waren die Grünen sich einig, dass der Flüchtlingsrat landesweit eine gute Arbeit zur Integration von Geflüchteten im Land leistet und dafür weiterhin entsprechend finanziell gefördert werden sollte. Zur Verbesserung der Integration im ländlichen Raum müssten allerdings insbesondere die Regelungen für die Sprachkurse vom Land offener und flexibler gestaltet werden. So brauche es eine flexiblere Gestaltung der Kursgrößen, aber auch die Fortführung, Ausweitung und Versteigung von Projekten wie beispielsweise LipU (Lernen im privaten Umfeld) des Grundbildungszentrums Stade. Die Integrationsbemühungen dürfen nicht auf halber Strecke enden, waren sich alle Teilnehmenden einig.

Zum Schluss des Tages kamen alle darüber überein, dass der Austausch und die Kommunikation untereinander und mit der Landtagsfraktion für alle Seiten gut sind. Man verabredete sich für das Frühjahr 2020 für ein erneutes Treffen.

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