Denkmalschutz Grüne bringen Antrag zum Erhalt des Römerlagers in den Landtag ein

Darum geht’s:

Nach dem Scheitern der Petition zum Erhalt des Römerlagers Wilkenburg im Dezember vergangenen Jahres bringen die Grünen nun einen eigenen Antrag in den Landtag ein. Darin fordert die Grüne Fraktion, das Gebiet des Römerlagers durch eine Änderung des Landesraumordnungsprogramms zu schützen sowie die wissenschaftliche Erforschung und Bildungsarbeit vor Ort zu unterstützen.

Das sagen die Grünen:

Eva Viehoff, Sprecherin für Denkmalschutz:

“Alle Fraktionen waren sich im Dezember einig, dass das Römerlager in Wilkenburg ein bedeutendes und schützenswertes Bodendenkmal ist. Trotzdem hat die GroKo gegen die Petition gestimmt. CDU und SPD dürfen sich hier nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, indem sie auf die Region Hannover verweisen.

Wir fordern von der Landesregierung, dass sie das Römerlager durch eine Änderung im Landesraumordnungsprogramm (LROP) verbindlich vor dem Kiesbagger schützt. Diese könnte mit den ohnehin von der Landesregierung geplanten Änderungen im Landesraumordnungsprogramm unkompliziert durchgeführt werden. Minister Thümler muss sich endlich für die Rettung dieser bedeutenden historischen Stätte einsetzen und das Römerlager vor dem Kiesabbau retten.“

Hintergrund:

Der Antrag „Historisch bedeutendes Römerlager bei Hannover vor dem Kiesabbau retten“ (Drucksache 18/6003) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird im Ausschusses für Wissenschaft und Kultur am Montag, den 16. März 2020, ab 13.30 Uhr im Erweiterungsgebäude des Landtages, Leinstraße 30, im Sitzungszimmer 1305 als Punkt 4 der Tagesordnung das erste Mal aufgerufen und behandelt. Dann sollen Verfahrensfragen geklärt werden und ggf. findet eine erste Beratung statt. Die Petition zur Rettung des Römerlagers war die erste erfolgreich eingereichte öffentliche Petition, die vom Landtag behandelt wurde.

Hinweis: Aufgrund der neuen Regelungen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus sind bis auf weiteres von der Landtagsverwaltung keine Gäste mehr zu Ausschusssitzungen zugelassen. Pressevertreter*innen können weiterhin teilnehmen.

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