Mehr Klimaschutz

Nationalpark Wattenmeer bei Cuxhaven

Die menschengemachte Klimakrise beschäftigt mich schon lange. In meiner Zeit beim Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung hatte ich schon 1996 die Möglichkeit mich von den damals schon sichtbaren Klimaveränderungen auf Grönland zu überzeugen. Schon damals zogen sich die Gletscher deutlich zurück.

Zudem zeigten schon damals die Ergebnisse unserer Untersuchungen wie groß der Anteil der menschengemachten Klimaveränderungen ist. Klima- und Umweltschutz sind von je her zentrale grüne Anliegen. Die Erfahrungen aus meiner Zeit am AWI haben dieses zentralen Anliegen auch zu meinen gemacht.

Welche Folgen die Klimakrise für uns Menschen hat wird gerade erst schleichend deutlich. Ohne eine erfolgreiche und nachhaltige Klimaschutzpolitik JETZT werden wir keine Lösungen auf die drängenden Fragen nach Frieden, Sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit finden. Nicht in Europa und nicht in der Welt.

Doch wer kümmert sich darum, dass wir die Lebensgrundlage für uns Menschen erhalten? Das Thema Klima- und Umweltschutz steht eben nur auf der Agenda der Grünen. Klimaschutz gibt es nur mit uns!

Im ländlichen Raum hat die Umsetzung der Agrarwende für den Klimaschutz vor Ort große Bedeutung. Der Weg den Niedersachsen hier mit Christian Meyer beschreitet ist richtig und muss weiter fortgesetzt werden. Dabei steht der Ressourcenschutz an erster Stelle. Es muss gelingen unsere Ressourcen Luft, Boden und Wasser so zu erhalten, dass gesunde Lebensmittel produziert werden können. Als Agraringenieurin unterstütze ich diese Politik und will daran mitarbeiten unsere Landwirtschaft Klima- uns Ressourcen schonend, am besten biologisch/ökologisch umzubauen.

Die Energiewende ist essentieller Bestandteil einer Politik zur Überwindung der Klimakrise. Dabei spart der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur weiteres CO2 ein, sie ist für den ländlichen Raum und die Küstenregion Niedersachsen inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Allerdings muss ihr Ausbau so erfolgen, dass nicht allein Bürgerinnen und Bürger belastet werden, auch die Industrie muss zur Umsetzung der Energiewende beitragen um die Kosten. Strom gehört zur Daseinsvorsorge und darf nicht zu einem Luxusgut werden.

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien brauchen wir erhöhte Anstrengungen zu mehr Energieeffizienz. Diese gewinnt an zusätzlicher Bedeutung durch die fortschreitende Digitalisierung. Jede eingesparte Kilowattstunde ist besser als eine die verbraucht wird.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Umsetzung von mehr Energieeffizienz sind zudem Innovations-Herausforderungen, die für den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven bieten. Ein weiter so wie bisher wird „Made in Germany“ zum Ladenhüter machen!

zurück