Grüne Viehoff kritisiert Aussage Bielefelds

Zum Artikel „Dem Wolf sachlich ins Auge blicken“ in der NZ vom 12.7.2017
Hier: Grüne Viehoff reagiert auf Äußerung von Landrat Bielefeld

 

Artikel: Dem Wolf sachlich ins Auge blicken

Bild des Artikels aus der Nordseezeitung vom 12.7.17 zum Thema Wolf im Landkreis Cuxhaven.

Worum geht’s: Im genannten Artikel wird der Landrat des Landkreises Cuxhaven mit den Worten zitiert: „Mensch und Wolf passen unmittelbar einfach nicht zusammen. Das haben inzwischen alle Parteien, bis auf die Grünen, begriffen.“

Dazu sagt die Kreissprecherin und Fraktionsvorsitzende Eva Viehoff:

Die Grünen sind entsetzt über die Äußerung von Landrat Bielefeld und fordern umgehend eine Klarstellung. Der Landkreis Cuxhaven hat die Arbeitsgruppe Wolf ins Leben gerufen. Wir Grüne, wie alle anderen Parteien im Landkreis, stehen hinter der Einrichtung des Arbeitskreises. Es ist richtig, und unserer Auffassung sogar Aufgabe der Kreise, aktiv am Wolfsmanagement mitzuarbeiten und so auch der besonderen Situation im Landkreis Rechnung tragen zu können. Diese Auseinandersetzung muss, wie seine eigene Dezernentin Frau Bammann betont, „objektiv erfolgen“. Die Äußerung des Landrates lässt aber genau diese Objektivität vermissen. Er übersieht dabei, dass es gar nicht in der Hand der Landesregierung liegt, etwas anderes zu tun als ein funktionierendes Wolfsmanagement aufzubauen. Im Übrigen kann auch eine seit Jahren CDU-regierte Landesregierung, wie in Sachsen, nichts anderes tun! Und er übersieht, dass es in Deutschland erst einen einzigen rechtlich abgesicherten Wolfsabschuss gegeben hat. Diesen hat der Grüne Umweltminister Wenzel in Niedersachsen angeordnet. Wenn der Landrat Taten sehen möchte, die ein Erschießen des Wolfes erlauben würde, dann wäre es sinnvoll sich einmal an den örtlichen Europaabgeordneten David McAllister in Brüssel zu wenden.

Die Grünen fordern daher Landrat Bielefeld auf, sich endlich sachlich und objektiv mit dem Thema Wolf auseinanderzusetzen. Lösungen gibt es nicht, wenn wir politisch aufeinander los gehen – das interessiert den Wolf am aller wenigsten.

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